Talking Hot - Reimer von Essen (Hg.)



Reimer von Essen (Hg.)
 Talking Hot

Geschichte des traditionellen Jazz in Deutschland

ca. 224 Seiten Bildband
21,7 cm x 24,4 cm

ca. 22,00 Euro (D), 22,70 Euro (A) ISBN 978-3-95542-405-3 

Talking Hot

Jazz pur!
Bands, Musiker und Clubs

der Oldtime-Szene

In den letzten sieben Jahrzehnten hat es in Deutschland nach einer offiziellen Schätzung 15.000 bis 50.000 Musikerinnen und Musiker gegeben, die traditionellen Jazz gespielt haben – und natürlich entsprechend vielmals so viele Fans in Konzerten, Kneipen, Festivals und Clubs, deren Leben sich oft neben Beruf und Familie ganz um den Jazz gedreht hat.

Dieses Buch füllt eine schon oft bedauerte Lücke: Es führt Bands und herausragende Musikerinnen und Musiker aus allen deutschen Regionen an und gibt gleichzeitig lesenswerte Informationen rund um die Jazz-Szene. Trotz der beachtlichen Größe ebenjener Szene ist „Talking Hot“ der erste umfassende Überblick über all die künstlerischen Aktivitäten, die die deutsche Musikgeschichte über Jahrzehnte hinweg geprägt haben – und die bis jetzt nie kompakt dargestellt wurden!

Reimer von Essen, geboren 1940 in Hamburg, aufgewachsen in Shanghai und Plön kam er 1949 nach Frankfurt, wo 1951 eine Schallplatte von Sidney Bechet sein Lebensthema begründete. Seit 1957 spielte er öffentlich Klarinette und ist seit 1962 Leiter der Barrelhouse Jazzband. Über 20 Jahre lang war er zudem als Lehrer tätig, spielte als Solist und in verschiedenen Nebengruppen, schrieb Beiträge zu mehreren Jazzpublikationen und beriet Festivals. 1968 wurde er Ehrenbürger von New Orleans, 2011 erhielt er den Hessischen Jazzpreis und 2019 die Goethe-Plakette des Landes Hessen. Auf mehr als 50 LPs und CDs ist er als Klarinettist, Saxofonist und mit eigenen Arrangements und Kompositionen zu hören. Er gilt als Zentralfigur des traditionellen Jazz in Deutschland. 

(1.7.2021)

CHRISTOF SÄNGER ERHÄLT DEN HESSISCHEN JAZZPREIS 2021



Unbändige Spielfreude und musikalische Geisetesblitze (FAZ)

Seit 2010 ist Christof Sänger Pianist bei der Barrelhouse Jazzband. Wir freuen uns sehr, dass - nach Reimer von Essen - nun ein zweiter Musiker der Barrelhouse Jazzband den Hessischen Jazzpreis erhält.

Die Jury würdigte seine „Klavierkunst auf höchstem Niveau“. Die entspannte Selbstverständlichkeit, mit der Christof Sänger seine herrlichen Improvisationen spielt, fasziniert mich sehr“, sagte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Er integriert beinahe alle Stile des Jazz in seine Arbeit; seine Innovation entsteht aus der Reflektion der Vergangenheit, aus der Mischung genial interpretierter Standards und Eigenkompositionen. Ich bin sehr froh, einen so großartigen Musiker wie Christof Sänger in Hessen zu wissen und gratuliere ihm herzlich zum Hessischen Jazzpreis."

(14.6.2021)

68 Jahre Barrelhouse Jazzband ... und noch lange keine Lust auf den Ruhestand

„Die Barrelhouse Jazzband, Deutschlands älteste und wertvollste Jazzband hat Jazzgeschichte geschrieben. Sie hat die Brücke geschlagen zwischen Tradition und Pflege des frühen Jazz in New Orleans und seiner heutigen Bedeutung im Spiegel unserer Zeit.“

(Fritz Rau: „50 Jahre Backstage“ im Kapitel „50 Jahre Barrelhouse Jazzband“)



Klassischer Jazz mit Charme und Temperament ist das Markenzeichen von Deutschlands renommiertester Band des Traditional Jazz. Mit einem Repertoire von den Klassikern des New-Orleans-Jazz und Swing, bis zu den eigenen Werken im Stile des Blues, Boogie-Woogie und kreolischem Jazz, bietet die Band 100 Jahre mitreißende Jazzgeschichte. „(...) als kämen sie selbst aus New Orleans (...)“ schreibt die Presse über eine Band, deren Musiker Ehrenbürger von New Orleans sind.

Über 30 CDs, Schallplatten und DVDs wurden veröffentlicht, wovon einige begehrte Kritikerpreise erhielten. Die Barrelhouse Jazzband gastierte auf Tourneen in 57 Ländern auf vier Kontinenten. Sie hat rund 100 namhafte Gastsolisten, meist aus den USA, begleitet. Beim Auftritt zum New Orleans Jazzfestival im Mai 1968 erhielt die Band die Ehrenbürgerschaft der Stadt („Honorary Citizen of New Orleans“). "Swinging Hamburg", die Gesellschaft zur Förderung des traditionellen Jazz in Hamburg, verlieh der Band im Jahr 2013 den "Louis Armstrong Gedächtnispreis".

Von den "Barrelhouses“ zu den großen Konzerthallen Deutschlands: Ein langer, aber erfolgreicher Weg.

In ihrer 68-jährigen Bandgeschichte hat sich die Barrelhouse Jazzband das Grundsätzliche bewahrt, nämlich kompromisslos Jazz zu spielen. Gemeint ist damit die Musik der überwiegend schwarzen Musiker und Komponisten des klassischen Jazz und frühen Swing, sowie der späteren „New-Orleans-Renaissance“: Ausdrucksstarke Musik voller Einfälle, tief verwurzelt im Blues, mit dem Quantum "Show", das gutem Jazz eigen ist. Die Band hat die Ursprünglichkeit und die Lebendigkeit dieser Musik bewahrt und für die Konzertbühne kultiviert. Auf der Basis ihrer intensiven Kenntnis der Tradition entwickelte sie ihre ganz eigene Klangformel: Den typischen "Barrelhouse-Sound" mit Trompete und zwei Holzbläsern zur klassischen Vierer-Rhythmusgruppe. Im "Barrelhouse-Beat" fließen historische Rhythmen des klassischen Jazz und des Swing mit solchen des „New Orleans Revivals“ zusammen, und gerne gibt die Band eine Prise karibischer Rhythmen und Melodien hinzu.

(01.04.2021)

nächste Termine:

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